Bad Gögging - Historisches
Bad Gögging, einer der ältesten Heil- und Kurorte Deutschlands, erstreckt sich beidseits der Abens. Die flussnahe Bebauung wird regelmäßig bei mittleren und höheren Abenshochwasser überflutet. Die tiefliegenden Ortsteile liegen zudem im Rückstaubereich der Donau.
Hochwasser um 1925: Blick zur Kirche und Eckermühle
Unterhalb Bad Gögging quert die Abens den Neustädter Polderdeich über ein Deichsiel, das im Hochwasserfall geschlossen wird. Die Abens fließt dann über ein Streichwehr Richtung Donau ab.
Im April 1994 hat ein Hochwasser mit einer statistischen Wiederkehr von ca. 20 Jahren größere Schäden verursacht. Unmittelbar danach hat der Freistaat Bayern unter Federführung des WWA Landshut und Antrag der Stadt Neustadt a. d. Donau mit der Planung eines umfassenden Hochwasserschutzes für Bad Gögging begonnen.
Aprilhochwasser 1994
Die Gesamtmaßnahme ist in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt worden:
- Bauabschnitt 1 mit dem Ziel, den Abenswasserspiegel unterhalb von Bad Gögging abzusenken, ist 1998 weitgehend fertiggestellt worden. Insbesondere wurde das Streichwehr verbreitert und die obere Flutmulde vertieft.
- Bauabschnitt 2 und 3 umfassen den unmittelbaren Hochwasserschutz der Ortsbebauung von Bad Gögging.
Links der Abens: Bauabschnitt 2 und 3 umfasst v.a. den Schutz der hochwassergefährdeten Anwesen südwestlich der Abensbrücke (u.a. Feuerwehrgebäude, Autohaus). Die Baumaßnahmen wurden 2007 durchgeführt.
Die weitere Überplanung erfolgt Zug um Zug.
Rechts der Abens:Bauabschnitt 2 beinhaltet den Schutz der hochwassergefährdeten Anwesen zwischen Abensbrücke und donauseitigem Ortsende.
Bauabschnitt 3 beginnt an der Abensbrücke und schließt die übrigen rechtsseitigen hochwassergefährdeten Anwesen flussaufwärts mit ein (u.a. Eckermühle).

