Wasserwirtschaftsamt
Landshut

Ökologische Entwicklungskonzeption Donau zwischen Kelheim und Regensburg
Fl-km 2415,0 - 2382,0

Bildquelle: IKSD/Kraier 2007

Naturnaher Gewässerausbau:

Übersichtskarte mit Projektgebiet; Quelle: Geobasisdaten der Bayer. Vermessungsverwaltung
+ Übersichtskarte mit Projektgebiet; Quelle: Geobasisdaten der Bayer. Vermessungsverwaltung



Was ist unter einer “Ökologischen Entwicklungskonzeption” zu verstehen?

Gewässerentwicklungskonzept und FFH-Managementplan als wasserwirtschaftliche und naturschutzfachliche Planungsinstrumente werden zeitgleich bearbeitet mit dem Ziel, die Inhalte bestmöglich aufeinander abzustimmen. Im Vergleich zu den Einzelplanungen entsteht ein Mehrwert an Planungstiefe und -qualität. Der Einsatz staatlicher Mittel für ökologische Planungen wird optimiert.

Ziele der ökologischen Entwicklungskonzeption

Raum für den Fluss
Die Donau ist in der Vergangenheit durch vielfältige Nutzungseinflüsse in ihrer natürlichen Struktur stark verändert worden. Nun soll dem Fluss und seinen Uferzonen mehr Raum für eine möglichst naturnahe Entwicklung zur Verfügung gestellt werden. Die Überschwemmungsbereiche sollen umweltverträglich genutzt werden.

Raum für Pflanzen und Tiere
In Bereichen, die für den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten besonders wichtig sind, z. B. den vielen Altwasserarmen, soll eine möglichst extensive Nutzung erreicht werden. Gezielte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen - Entschlammung, Wiederanbindung an den Hauptstrom usw. sollen die Lebensraumqualitäten nachhaltig verbessern.

Raum für Erholung
Das Donautal hat eine überregional bedeutsame Funktion als Erholungsraum. Insbesondere die uferbegleitenden Radwanderwege erfreuen sich großer Beliebtheit. Durch gezielte Information und Lenkung sollen Störungen des Naturhaushaltes minimiert werden.


Die Vorgehensweise im Projektgebiet zwischen Kelheim und Regensburg

Gründliche Bestandsaufnahmen:
Zu Beginn eines solchen Vorhabens sind eine Reihe von Daten und Informationen zusammenzutragen. Erhoben wird zum Beispiel:

Konzepte entwickeln und abstimmen
Auf dieser Informationsbasis sollen Pflege- und Entwicklungsziele für das gesamte Projektgebiet entworfen werden. Für die zahlreichen Auegewässer und für das Gebiet der Donauinsel bei Bad Abbach werden die Planungen in einem weiteren Schritt fachlich vertieft und detailliert ausgearbeitet.
Die Fachleute werden die Planung dabei intensiv mit den verschiedenen Interessensgruppen z. B. aus den Bereichen:

und den betroffenen Kommunen abstimmen, verschiedene Lösungsmöglichkeiten diskutieren und dadurch die Konzepte verfeinern und optimieren.

Möglichkeiten der Umsetzung
Für die Umsetzung der Ziele und Maßnahmen bestehen verschiedene Möglichkeiten:

Generell soll die Umsetzung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den jeweiligen Nutzern erfolgen

Zeitplan
Die Planungen für die Ökologische Entwicklungskonzeption sollen im April 2009 abgeschlossen werden.

Wer betreut das Projekt?
Das Wasserwirtschaftsamt Landshut und die Regierung von Niederbayern, Sachgebiet Naturschutz sind federführend für das Vorhaben zuständig. An der Projektsteuerung sind die Landratsämter Kelheim und Regensburg, die Regierung der Oberpfalz und das Wasserwirtschaftsamt Regensburg beteiligt. Für die Bestandsaufnahmen und Planungen wurden qualifizierte Ingenieurbüros beauftragt.

Als Ansprechpartner für weitere Fragen, Informationen und Anregungen stehen zur Verfügung:

• Hubert Schacht, Wasserwirtschaftsamt Landshut,
Tel.: 0871-8528-185,
E-mail: poststelle@wwa-la.bayern.de

• Thomas Vaas, Regierung von Niederbayern,
Tel.: 0871-808-1835,
E-mail: Thomas.Vaas@reg-nb.bayern.de

Weiterführende Informationen

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