Schnecken - Gastropoda
Bei Schnecken denken die meisten Menschen entweder an die schönen Schalen oder an eklige, schleimige Salatvertilger. Kaum jemand weiß allerdings etwas über diese Weichtiere, die sich so langsam durch unsere Welt bewegen.
Zum Beispiel über die Ernährung der Tiere: Sie besitzen eine Zunge, mit der sie die Nahrung aufschaben. Besetzt ist diese Radula mit Hunderten kleiner Zähne, die in der Lage sind, Blätter zu zerlegen oder bei einigen fleischfressenden Arten, die Haut der Opfer zu durchdringen und das Fleisch abzuschaben.
Gruppe der Schnecken
| Schnecken |
Potamopyrgus antipodarum
(Neuseeland Zwergdeckelschnecke)
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- Das Gehäuse der Schnecke ist spitz kegelförmig mit flachen Umgängen. Die Färbung reicht von gelblich bis hin zurötlich hornfarben.
- Die Schnecke erreicht eine Höhe von ca 4 mm und eine Breite im Bereich der Mündung von 2 mm.
- Oft findet man dieses Tier in Fließgewässern und Seen, wo sie teilweise Massenvorkommen bilden können. Teils wurden schon 100 000 Exemplare pro Quadratmeter gefunden.
- Etwa um 1850 wurde diese Schneckenart von Neuseeland nach England eingeschleppt. Seither, begünstigt durch die hohe Nitratbelastung der Binnengewässer, hat sie sich über ganz Europa ausgebreitet.
- Verschmutzung können diese Tiere bis zu einem gewissen Grade vertragen. Deshalb stehen diese Tiere für mäßig belastetet Gewässer (Güteklasse II).
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Theodoxus fluviatilis
(Gemeine Kahnschnecke)
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- Hauptverbreitungsgebiet dieser Schneckenart ist der Nordosten der Bundesrepublik. Dort findet man sie in Flüssen und großflächigen Seen, meist an Steinen sitzend. Auch Brackwasserregionen werden von dieser Art besiedelt. In Bayern findet man diese Kahnschneckenart nur im westlichen Frankenland.
- Die Gemeine Kahnschnecke ist an ihrer typischen Musterung und dem wenig hervorragenden Gewinde gut zu erkennen.
- Als Nahrung dient der Schnecke der Algenaufwuchs ihrer Wohnsteine.
- Im Saprobiensystem wurden diese Schneckenart als Indikator für gering belastete Gewässer (Güteklasklasse I-II) eingestuft.
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