Kieselalgen - Diatomeen
Diatomeen (der offizielle Name Bacillariophyceen hat sich im Sprachgebrauch nicht eingebürgert) sind stets einzellig; manche Arten bilden Kolonien.
Der Bau der Kieselalgenzellwand ist im gesamten Pflanzenreich einmalig:
Die Zellwand umschließt den Protoplast wie eine zweiteilige Schachtel, wobei -ähnlich wie eine Käse- oder Pralinenschachtel- die Seitenränder des Deckels die des Bodens übergreifen. Der "Deckel" (Epitheka) ist also stets größer als der "Boden" (Hypotheka).
Kieselalgen vermehren sich meistens durch Zweiteilung. Der Protoplast teilt sich dabei innerhalb der Schachtel. Die beiden Theken (Deckel und Boden) weichen etwas auseinander, und die Tochterzellen bilden die jeweils fehlende "Schachtel"-hälfte neu. Dabei wird die jeweils neue Hälfte als kleinere Hypotheka ausgebildet. Die daraus immer kleiner werdenden Töchtergenerationen erreichen schließlich eine Grenze, an der die sexuelle Vermehrung einsetzt, um so die artspezifische Größe der Zellen wieder zu erlangen.
Gruppe der Kieselalgen
| Kieselalgen |
Amphora sp.
(Krug Kieselalge)
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- Die Krug-Kieselalge erreicht eine Länge von 20 bis 140µm, und eine Breite von 20 bis 60µm.
- Man findet diese Kieselalge sowohl in stehenden, als auch fließenden Gewässern. Dort halten sie sich im Detritus und auf festen Unterlagen auf.
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Navicula sp.
(Schiffchen Kieselalge)
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- Zu den Schiffchen Kieselalgen gehören eine sehr große Zahl kleinster bis ziemlich großer Diatomeen, ohne dass mit den bekannten Arten der Umfang der Gattung erschöpft ist. Besonders bei den Untersuchungen der kleineren Formen werden immer wieder neue Spezies festgestellt.
- Allen bisher bekannten Arten dieser Gattung ist allein die mehr oder weniger lanzettartige Zellform gemeinsam.
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Fragilaria crotonensis
(Kamm Kieselalge)
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- Die Zellen der Kamm-Kieselalge sind in der Mitte deutlich erweitet. Durch Zusammenlagenung bilden Einzelzellen Bänder aus, die in sich verdreht oder verbogen sein können.
- Die Einzelzellen können eine Länge von 40 bis 150µm erreichen. An ihrer breitesten Stelle in der Mitte messen die Zellen nur 2 bis 3µm; an den Polen ca. 1µm.
- Man findet diese Algen im Plankton von Seen und Teichen, sowie in den ruhigen Bereichen von Fließgewässern.
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Fragilaria capucina
(Bruch Kieselalge)
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- Die Zellen der Bruch-Kieselalge sind in der Gürtelbandansicht rechteckig und bilden sehr lange, geschlossene Bänder aus.
- Die Einzelzellen können eine Länge von 25 bis 100 µm erreichen. An ihrer breitesten Stelle in der Mitte messen die Zellen nur 2 bis 5 µm.
- Die Bruch-Kieselalge findet man in allen Arten von nährstoffreichen Gewässern.
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Attheya zachariasi
(Körnchen Kieselalge)
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- Die Körnchenkieselalge ist in ihrer Länge sehr variabel, und kann eine Länge von bis zu 500µm erreichen. Die Breite schwankt bei dieser Kieselalgenart zwischen 10 und 40µm.
- Die Körnchen-Kieselalge findet man meist im Plankton nährstoffreicher Gewässer.
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Diatoma vulgaris
(Gemeine Zickzack Kieselalge)
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- Die Kieselalge Diatoma vulgare bildet lange Zickzackbänder, die durch ein Galertpolster am festen Untergrund haften, aus.
- Die Zellen sind in der Gürtelbandansicht rechteckig, meist mit vielen zarten Zwischenbändern.
- Diese Kieselalge kann eine Länge von 30 bis 60µm und eine Breite von 10 bis 13µm erreichen.
- Diese Kieselalge findet man in allen Gewässertypen.
- Im Saprobiensystem wurde Diatoma vulgaris in die Güteklasse II-III (kritisch belastet) eingestuft.
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Meridion circulare
(Sektoren Kieselalge)
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- Die Einzelzellen der Sektoren-Kieselalge sind keilförmig und beim Zusammenschluss zu einer Kette werden deshalb ring- oder halbringförmige Bänder ausgebildet.
- Diese Kieselalge kann eine Länge von 12 bis 80µm und eine Breite von 4 bis 8µm erreichen.
- Diese Kieselalge ist ein häufiger Bewohner von Fließgewässern.
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