Wasserstand und Abfluss
Eine der Grundlagen für alle wasserwirtschaftlichen und wasserbaulichen Planungen und Maßnahmen ist die genaue Kenntnis des zeitlichen Verlaufs von Wasserstand und Abfluss in den oberirdischen Gewässern.
Das Problem hierbei ist, dass im Allgemeinen nur der Wasserstand kontinuierlich gemessen werden kann. Die Aufgabe der Gewässerkunde ist es nun, an Ort und Stelle den Wasserstand zu messen, daraus den Abfluss zu ermitteln und die so gewonnenen Daten zu verbreiten, statistisch zu verarbeiten und über Regionalisierungsverfahren auf unbeobachtete Gewässerquerschnitte zu übertragen.
Alle Wasserstände und Abflüsse der bayerischen Pegel erhalten Sie über den Kartendienst des Bayerischen Landesamtes für Umwelt.
Abflussmessungen an Flüssen und Bächen

Abflussmesswagen auf der Brücke der Großen Vils bei Geratspoint
Das Wasserwirtschaftsamt Landshut besitzt als eines der wenigen Ämter Bayerns einen Messwagen, der für Abflussmessungen an größeren Gewässern eingesetzt wird. Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein einer Brücke, auf der der Messwagen quer zur Strömung bewegt werden kann.
Wie wird die Messung durchgeführt?
Über den Ausleger des Messwagens wird ein 100 kg schwerer Schwimmkörper, an dessen Vorderseite sich ein Messflügel ("Propeller") befindet, an verschiedenen Stellen des Flussquerschnittes lotrecht in verschiedenen Tiefen ins Wasser abgelassen. Das fließende Gewässer dreht den Messflügel, je stärker die Strömung ist umso schneller. Per EDV wird dann daraus über ein Auswerteprogramm der Gewässerabfluss ermittelt.

Abflussmessung an der Messstelle (Steg am Eisstadion) des Pegel Landshut-Birket an der Isar beim Hochwasser im August 2005
Weiterführende Informationen
Links zu anderen Angeboten


