Grundwasserentstehung
Der Schatz im Untergrund - eine Geschichte
98 % unserer gesamten Süßwasservorräte sind Grundwasser. Und doch ist im Allgemeinen über das Wasser im Untergrund nur wenig bekannt. In der Erde verborgen entzieht es sich zunächst der forschenden Neugier. Doch Wissenschaftler haben Möglichkeiten gefunden ihm auf die Spur zu kommen. Grundwasser ist zusammenhängend in kleinen Hohlräumen und Klüften des Untergrundes gespeichert.
Wasserkreislauf: Der Niederschlag (in Bayern durchschnittlich 940 mm/Jahr) hält sich die Waage mit Verdunstung (530 mm), oberirdischem Abfluss (193 mm) und Grundwasserabfluss (217 mm)Im Untergrund ist viel mehr Wasser vorhanden als in allen oberirdischen Gewässern Bayerns zusammen. Grundwasser kann immer dann entstehen, wenn Wasser in den Boden einsickert. Aber nicht jeder Tropfen, der auf die Erde fällt, wird zu Grundwasser.
Nicht überall in Bayern gibt es gleich viel Grundwasser. Im Norden regnet es weniger als im Süden. Auch deshalb fällt im Norden Bayerns die Grundwasserneubil-dung geringer aus (Zahlenangaben in Litern pro Quadratmeter).
Mehr als drei Viertel des Niederschlags verdunsten wieder oder fließen oberirdisch ab. Der Rest - in Bayern immerhin noch 15 Milliarden Kubikmeter pro Jahr - versickert und strömt schließlich als Grundwasser zu den Vorflutern. Aus diesem unterirdischen Abstrom können wir jährlich etwa 1,6 Milliarden Kubikmeter "abzweigen", ohne den Naturhaushalt zu beeinträchtigen: Knapp 0,9 Milliarden Kubikmeter gewannen wir 2004 aus Brunnen und Quellen als Trinkwasser für die öffentliche Wasserversorgung, und rund 0,3 Milliarden Kubikmeter entnimmt die Industrie jährlich als Brauchwasser.
Bach mit Uferbewuchs im Sommer
Bach mit Uferbewuchs im WinterOberirdische Gewässer und Grundwasser stehen häufig in enger Wechselbeziehung. Vor allem in Trockenzeiten speist das Grundwasser viele Bäche und Flüsse und verhindert, dass sie austrocknen.


