Wasserwirtschaftsamt
Landshut

Pressemitteilung


26.10.2011

Resümee der Veranstaltungsreihe "Bewegende Begegnung Isar"

Bei Stadtspaziergängen an der Isar und anderen Veranstaltungen kamen wir mit Landshuter Bürgern ins Gespräch. Dabei kamen wir immer wieder auf Themen zu sprechen wie:

Wir haben diese Themen in unserem Haus diskutiert und Vorschläge dazu.

Die Kleine Isar bei der Mühleninsel

Die Kleine Isar bietet für die Stadtentwicklung am Fluss noch viel Potenzial, um zu einer attraktiven Wasser- und Grünoase zu werden. Gestaltete Verweilbereiche im Anschluss an die neue Fischtreppe mit Abflachungen der Ufer, begehbaren Kiesstreifen, einer breit angelegten Treppe bis zum Ufer oder Plattformen und Schattenplätze unter hohen Uferbäumen könnten zum Verweilen einladen.

Ein neuer Uferpark für das Niedermayerviertel

Flussabwärts am rechten Ufer der Großen Isar liegt das Niedermayerviertel. Momentan gibt es hier kaum Möglichkeiten an die Isar heranzukommen. Der Freistaat Bayern besitzt hier noch größere Flächen. Hier könnten die Ufer durch flache Buchten und Kiesbänke als kleine Inseln so gestaltet werden, dass eine neue Wasser- und Grünoase entsteht. Die Lebensqualität im Viertel würde aufgewertet. Man könnte an die Isar herangehen, sich die Füße mit Isarwasser erfrischen, am Wasser spielen und sich erholen.

Baden in der Isar im Stadtgebiet

Momentan ist das Baden in der Isar im Stadtgebiet verboten. Das müsste es aber genau genommen nicht, denn die Isar und die Pfettrach sind nicht als Badegewässer eingestuft. Das ist in Landshut nur die Gretlmühle. Auch flussaufwärts in Moosburg, Freising und München ist die Isar kein Badegewässer. Dort werden zwar in den Kläranlagen von April bis Oktober zusätzliche Reinigungen zur Keimreduzierung durch UV-Bestrahlung durchgeführt, so dass sich die Gewässerqualität verbessert. Aber eine Badegewässerqualität kann dadurch nicht garantiert werden. Deshalb weisen dort überall Infotafeln darauf hin, dass man immer auf eigene Gefahr badet. Das wünschen wir uns auch für Landshut. Denn die Gewässerqualität ist gut und lädt ein, sich im Sommer die Füße zu erfrischen.

Das Radwegekonzept an der Isar im Stadtgebiet

Aus wasserwirtschaftlicher Sicht spricht nichts dagegen über das Sektorwehr einen Geh- und Radweg zu installieren, um auf die andere Seite zu gelangen. Damit würden sich neue Wegeverbindungen für Spaziergänger und Radfahrer erschließen. Dieses neue Konzept müsste gemeinsam zwischen der Stadt, dem Tourismusbüro und allen Eigentümern der Flächen und momentanen Nutzern besprochen und abgeklärt werden. Dabei dürfte die Unterhaltung der zukünftigen Wege nicht außer Acht gelassen werden. Insgesamt wäre diese Anbindung ein Gewinn für die Landshuter und ihre Freizeitmöglichkeiten.

Die Nutzung der Flutmulde

Die Flutmulde dient dem Hochwasserschutz der Stadt und wird bei Hochwasserereignissen der Isar auch entsprechend geflutet mit max. 400 m3/s. Das bedeutet, dass die Flutmulde von Bebauung oder sonstigen Möblierungen frei gehalten werden muss. Genutzt wird sie momentan neben Radfahrern durch Spaziergänger vor allem mit Hunden, aber man sieht auch vereinzelt Sonnenbadende oder Jugendgruppen beim Grillen. Eine weitere Nutzung wie Liegewiesen am Gewässer, Stellen mit flachen Ufern, Fußballplätze oder Grillplätze in dazu bestimmten Bereichen sind für uns durchaus vorstellbar. Dies würde z.B. ein häufigeres Mähen bedeuten. Gemeinsam zwischen Stadt und Wasserwirtschaftsamt müsste ein entsprechendes Konzept besprochen und vereinbart werden.

Zusammenfassend:
Es gibt viele gute Ideen zur Isar in Landshut. Wir wünschen uns, dass die eine oder andere Idee in Landshut aufgegriffen und mit Mut angegangen wird.

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