Wasserwirtschaftsamt
Landshut

Pressemitteilung


20.01.2011

Weitere Baumaßnahmen zum Umbau der Sohlschwelle in der Kleinen Isar

Nachdem es in der vergangenen Woche durch die höheren Abflüsse in der Isar zu einem Böschungsrutsch im Bereich der Baustelle an der zukünftigen Sohlrampe kam, wurde unter Federführung des Wasserwirtschaftsamtes Landshut während des Wochenendes durchgearbeitet, z.T. auch während der Nacht. Dies war erforderlich, um die Böschung zu sichern und zusätzliche Schäden zu vermeiden. Gerade durch die freigespülten Leitungen drohte auch ein Teil der Stromversorgung der Stadt Landshut gekappt zu werden. Das Wasserwirtschaftsamt Landshut bittet die betroffene Bevölkerung für die erforderlichen Notfallmaßnahmen, insbesondere auch für die teilweise Störung der Nachtruhe und die durch den Baustellenverkehr verschmutzten Straßen um Verständnis.
Nachdem nun die Böschung wieder soweit gesichert ist, geht es mit den Baumaßnahmen zum Umbau der Sohlschwelle weiter. Der Bauablauf hat sich durch das Hochwasserereignis etwa um eine Woche verschoben.
Das Versetzen der Steine für die neue Sohlschwelle wird im Trockenen verrichtet, deshalb wurden die beiden Fangedämme oberhalb und unterhalb der Baustelle wieder erstellt. Das Wasser der Kleinen Isar wird während der Bauzeit über das Gerinne zwischen den geschlagenen Spundwänden umgeleitet. Derzeit wird der vorhandene Absturz abgebrochen. Ab nächster Woche wird das Baufeld leer gepumpt und es beginnt nach entsprechender Vorbereitung des Untergrundes das Versetzen der Steine. Dies soll bis Ende März dauern. Dabei werden täglich mehrere LKW-Ladungen großer Steine gemäß einem ausgearbeiteten Plan höhengenau eingebaut.

Nach Abschluss der Maßnahmen wird die Baustelle zurückgebaut und auch die in Mitleidenschaft gezogenen Straßen saniert und ausgebessert. Die Arbeiten werden im Gesamten von der Firma GLS aus Perg/Oberösterreich in den Wintermonaten bis etwa April ausgeführt.
Die Wanderungsmöglichkeiten für aquatische Lebewesen im Stadtbereich Landshut sind derzeit durch Sohlabstürze und Wehre behindert. Im Sinne der Gewässerentwicklung und der ursprünglich natürlich vorhandenen Möglichkeiten soll die Isar im Stadtbereich Landshut zukünftig für Fische wieder durchgängig werden.
Außer der ökologischen Absicht soll dabei insbesondere auch dem Sicherheitsgedanken bei Betrieb, Unterhalt und Instandsetzung sowie der Zugänglichkeit Rechnung getragen werden. Die Stadtwerke Landshut sind gerade dabei, das Ludwigswehr fischpassierbar zu gestalten, die Meyermühle hat dies bereits am Hammerbach bewerkstelligt.
Die erforderlichen Haushaltsmittel zum Umbau der Sohlschwelle werden vom Bayerischen Umweltministerium bereitgestellt. Das Vorhaben wird von der EU über das Programm ELER/BayZAL/LErbe kofinanziert. Außerdem beteiligt sich die Stadt Landshut an den Kosten.
Johannes Schmuker, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Landshut, bittet die Anwohner für evtl. Behinderungen oder Beeinträchtigungen während der Bauzeit um Verständnis. „Das Wasserwirtschaftsamt Landshut wird weiter über die Baumaßnahme und das Gesamtvorhaben Durchgängigkeit für Fische in der Stadt Landshut Informieren“.

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