Pressemitteilung
02.12.2009
Neuer Schwung für den Lebensraum Große Vils
Seit kurzem tut sich was am Gewässerlauf der Großen Vils bei Oberbabing oberhalb der Brücke bis zur Landkreisgrenze. Die Strömung ist nicht mehr gleichförmig und monoton, sondern hat an Vielfalt gewonnen.
Dort hat der Flussmeister Paul Kronwinkler, dank kooperativer Anlieger, Maßnahmen ergriffen, um den Lebensraum für Fische, Kleinlebewesen und Wasser besiedelnden Pflanzen zu verbessern.
Das Ergebnis sind mehrere strömungslenkende Elemente, wie Steinbuhnen, Totholz, Wurzelstöcke oder Weidengeflechte entlang des Ufers. Kies wurde eingebracht, um neue Laichplätze zu schaffen. Außerdem ist nun die Gewässersohle so modelliert, dass auch bei sehr niedrigen Wasserstränden ein ausreichendes Gerinne mit Gumpen als Habitat für die Fließgewässerbewohner erhalten bleibt.
Diese Maßnahmen dienen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtline. Nach dieser Richtlinie soll die Große Vils möglichst bis zum Jahr 2015 in einen guten ökologischen Zustand versetzt werden.
Um die Auswirkungen der Maßnahmen auf das Gewässer zu kontrollieren, sind ober- und unterhalb der Maßnahme Kontrollpunkte aufgenommen, an denen der ökologische Zustand der Großen Vils immer wieder gemessen wird.
Die Landespflegerin Christina Hausmann vom WWA Landshut erklärt, dass zukünftig noch weitere Maßnahmen im Einvernehmen mit den Grundstücksbesitzern und Fischereiberechtigten an der Großen Vils durchgeführt werden sollen, um die Gewässerentwicklungsziele zu erreichen.

Kieszugaben bilden neue Laichplätze für die Fische der Großen Vils

ein Sporn lenkt die Strömung ab und initiiert mehr Eigendynamik in der Großen Vils

