Wasserwirtschaftsamt
Landshut

Pressemitteilung


17.03.2008

Schaumberge gehören der Vergangenheit an (Landkreis Kelheim)
Weltwassertag am 22. März 2008

Im Landkreis Kelheim wurde ein hoher Standard in der Abwasserreinigung erreicht. Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist und anderswo mangelnde sanitäre Grundversorgung zu lebensbedrohlichen Zuständen führt, darauf möchte der Weltwassertag in diesem Jahr aufmerksam machen.

Die Einleitung von Abwasser in unsere Gewässer führte lange Zeit auch bei uns zu unappetitlichen, biologisch leblosen Wasserläufen. Nicht zuletzt durch hohe staatliche Zuschüsse des Umweltministeriums konnte über die letzten drei Jahrzehnte die biologische Gewässergüte der Flüsse und Seen deutlich verbessert werden. In Bayern waren 2004 fast zwei Drittel aller Gewässer unbelastet oder nur noch mäßig belastet. Im Landkreis Kelheim sind heute 98 Prozent aller Anwesen an eine kommunale Kläranlage angeschlossen.

Innovative Technologien für nachhaltige Abwasserbehandlung haben sich etabliert und können auch bei Einzelanwesen dauerhaft eine Abwasserreinigung in einer kommunalen Kläranlage ersetzen. Eine umweltschonende Abwassersammlung und -reinigung gibt es allerdings nicht zum Nulltarif. Das bayerische Umweltministerium fördert daher die gesetzlich vorgeschriebene Nachrüstung von Kleinkläranlagen, die noch nicht dem Stand der Technik entsprechen.

"Allein im Jahr 2007 konnten im Landkreis Kelheim über zweihunderttausend Euro Fördermittel für die Nachrüstung von Kleinkläranlagen ausgereicht werden", so Johannes Schmuker, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Landshut. Förderdetails sind unter www.rzkka.bayern.de zu erfahren.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2008 zum "International Year of Sanitation (IYS 2008)", also zum internationalen Jahr der sanitären Grundversorgung, erklärt. Schätzungsweise 6.000 Menschen sterben täglich an Krankheiten, die durch schlechte Wasserqualität und das Fehlen angemessener sanitärer Einrichtungen bedingt sind.
Der diesjährige Weltwassertag soll daran erinnern, dass 1,2 Milliarden Menschen, das sind 18 Prozent der Weltbevölkerung, keinen Zugang zu qualitativ einwandfreiem Trinkwasser haben. 2,5 Milliarden Menschen steht keine zuverlässige Abwasserentsorgung zur Verfügung. Diese Zahlen bis 2015 zu halbieren, gehört zu den 2002 auf dem Weltgipfel in Johannisburg beschlossenen Milleniumszielen. Um ein Mindestmaß an sanitärer Grundversorgung zu erreichen, braucht es vor allem finanzielle Hilfe. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch der Technologietransfer. Die bayerische Wasserwirtschaftsverwaltung hat hierfür eigens eine Anlaufstelle geschaffen und setzt sich aktiv ein.

In Deutschland wurde bei der Gewässergüte schon viel erreicht. Trotzdem wird jede Verschmutzung, die nicht durch das Gewässer selbst wieder abgebaut werden kann, zu einem Problem der Unterlieger. Gewässerschutz bedeutet Zukunftssicherung.

Entwicklung der Gewässergüte im Landkreis Kelheim:

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+ die Grafik zeigt die Entwicklung der Gewässergüte im Vergleich der Jahre 2008 und 1980


Die deutliche Verbesserung der Gewässerqualität im Landkreis Kelheim ist vorwiegend auf die Investitionen der Gemeinden in ihre Abwasserreinigung zurück zu führen. Zur Unterstützung der Gemeinden wurden dafür im Landkreis Kelheim seit 1980 staatliche Zuschüsse in Höhe von 127 Mio. Euro ausgezahlt.


Ansprechpartner für den Landkreis ist Abteilungsleiter Baurat Stefan Neudert. Für Rückfragen wäre er unter der Durchwahl -147 zu erreichen.

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