Pressemitteilung
03.03.2008
Gewässer als Zukunftsaufgabe
Führungswechsel in der Flussmeisterstelle Landshut des Wasserwirtschftsamtes Landshut
Der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Landshut Johannes Schmuker verabschiedet den bisherigen Hauptflussmeister Siegfried Hirtelreiter nach nahezu 30 Dienstjahren am Wasserwirtschaftsamt in den Ruhestand. Neuer Leiter der Flussmeisterstelle Landshut ist seit 1. März Oberflussmeister Paul Kronwinkler.
Paul Kronwinkler hat als Flussmeister im Wasserwirtschaftsamt bisher Gewässeraufsicht durchgeführt und ist damit bestens für seine neue Aufgabe gewappnet. Er kennt die Gewässer des Landkreises gut, weiß aber auch über die Ansprüche Bescheid, die das Ökosystem Wasser erfüllen muss, um funktionstüchtig zu bleiben. Ihm steht ein erfahrenes und eingespieltes Team zur Seite.
Mit seinen 10 Mitarbeitern wird Paul Kronwinkler die vielfältigen Aufgaben einer Flussmeisterstelle erfüllen: Gehölzpflege und wasserbauliche Maßnahmen, Neupflanzungen und Mäharbeiten, Sohlstabilisierung und Uferkontrollen. Dabei ändern sich die Schwerpunkte, weiß Hirtelreiter zu berichten: Hat man früher mit massiven Eingriffen und großzügigen Versteinungen die Gewässer ‚verbaut’, so stehen heute der schonende Unterhalt und die naturnahe Pflege im Vordergrund. „Ein ökologisch intaktes Gewässer reguliert sich selbst, oft müssen wir ihm nur die Initialzündung dafür geben“, so Hirtelreiter.
Die Landshuter Flussmeisterstelle ist zuständig für insgesamt 164 Flusskilometer an Isar, Vils sowie Großer und Kleiner Vils, Großer und Kleiner Laber, Sempt und Pfettrach. Instandhaltung von Hochwasserschutzeinrichtungen und Beseitigung von Hindernissen im Gewässer lassen sich dabei trotz einer guten Ausstattung mit modernen Geräten oft nur in aufwändiger Handarbeit erledigen.
Eine besonders wichtige Aufgabe sind auch Verkehrssicherungsmaßnahmen an uferbegleitenden Wegen, die oft von Freizeitsportlern und Spaziergängern genutzt werden. Nach Stürmen sind Äste zu beseitigen und beschädigte Bäume zu kontrollieren. Dies kann mitunter den Zeitplan der Flussmeisterstelle ganz schön durcheinander bringen. In drei Trupps ziehen dann die Arbeiter mit Motorsägen, Seilwinden und Hebebühnen los und sorgen für Sicherheit. Aktuelles Beispiel ist das Tief Emma vom vergangenen Wochenende.
Dem neuen Leiter der Flussmeisterstelle wünscht WWA-Chef Johannes Schmuker eine glückliche Hand und viel Erfolg in seiner neuen Position.

v.l.n.r.: Ltd. Baudirektor Johannes Schmuker, Hauptflussmeister Siegfried Hirtelreiter, Oberflussmeister Paul Kronwinkler

