Wasserwirtschaftsamt
Landshut

Pressemitteilung


10.05.2007

Baubeginn für die Hochwasserverschlüsse der beiden Durchlässe des Gießgrabens an der B 299 südlich von Marching, Stadt Neustadt a. d. Donau

Um künftig den Ortsteil Marching vor Hochwässern zu schützen ist der Bau von mobilen Hochwasserverschlüssen, für die beiden Durchlässe des Gießgrabens an der B 299, südlich von Marching vorgesehen.

Vorhabensträger der Maßnahme ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Landshut. Die Stadt Neustadt beteiligt sich mit gut einem Drittel an den Gesamtkosten und übernimmt den Betrieb und die Unterhaltung der Anlagen.

Der Rückstau der Donau reichte bei den Donauhochwässern von 1999, 2002 und 2005 über die Kels und den Gießgraben, bis nach Marching. Der südliche Ortsbereich von Marching war akut von Hochwasser bedroht. Zur Verhinderung der Überflutung errichteten bei den vorgenannten Hochwasserereignissen die Feuerwehr mit Bürgern von Marching, jeweils einen personalintensiven, provisorischen Hochwasserschutz.

Südwestlich von Marching, unter der B 299, befindet sich für den Gießgraben ein Betondurchlass mit einem Durchmesser von 1,2 Meter und südöstlich ein Wellblechdurchlass mit den Abmessungen 3 Meter mal 2 Meter. Die Hochwasserverschlüsse werden bei drohendem Donauhochwasser vor den Durchlässen des Gießgrabens eingebracht. Sie bestehen aus Aluminium-Dammbalken, die auf Betonrahmen bzw. Spundwänden befestigt werden. Die Dammbalkenverschlüsse sichern die Ortschaft Marching bis zu einem 100-jährlichen Donauhochwasser. „Diese passgenauen Verschlüsse erleichtern die Arbeit der Einsatzkräfte beim Hochwasser wesentlich“ sagte der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Landshut, Johannes Schmuker. Nach Baufertigstellung sei wieder eine Ortschaft an der Donau vor künftigen Hochwässern besser geschützt.

Durch den Einbau der Hochwasserverschlüsse entsteht der „Polder Marching“. Das im Einzugsgebiet des Polders anfallende Niederschlagswasser muss dann im Hochwasserfall mit mobilen Pumpen über den Hochwasserverschluss am Wellblechdurchlass gehoben werden und kann dann zur Donau abfließen.

Die Bauarbeiten beginnen Anfang Mai und sollen innerhalb von 2 Monaten abgeschlossen werden. Den Auftrag erhielt nach einer öffentlichen Ausschreibung das Bauunternehmen Anton Sippl aus Altmannstein. Die Auftragssumme liegt bei rund 90.000 Euro.

Im Zuge der Bauarbeiten kann es zu kurzzeitigen Behinderungen auf den Zufahrtswegen im Ortsbereich kommen. Der zuständige Projektleiter des Wasserwirtschaftsamtes, Karl Stahl, bittet die Anlieger hierfür um Verständnis.

Weiterführende Informationen

Links zu anderen Angeboten